Grabenhof-Park
Kriens
Ausloberin
Stadt Kriens
Projektdaten
offener einstufiger Projektwettbewerb 2025
Fläche
23'160 qm
Visualisierung
Nightnurse Images AG
Projektstatus
Wettbewerb
Nexus
Nexus verbindet und vernetzt. Das heute als Teil einer Familiengartenanlage genutzte Areal wird künftig als Grabenhof-Park neue Wohnsiedlungen und bestehende Wohnquartiere flankieren und zusammenbringen, Mittelpunkt von lokalen Nachbarschaften sein. Zudem ist der Park mit dem Schlimbach und dem entstehenden Bogenweg Abschnitt zweier übergeordneter fliessender Systeme, die sich hier kreuzen und überlagern: der Mobilitätslandschaft der Veloroute zwischen Mattenplatz und Horw sowie der – anthropogen überformten – Geomorphologie der Bachlandschaft im Sinne eines Ökosystems zwischen Quelle und See.
Durch den Zuschnitt des Parkareals mit seinen zwei orthogonal zueinander verlaufenden, einerseits den Bach und andererseits den Bogenweg begleitenden Abschnitten, erhalten diese eine klare inhaltliche Zuordnung. Der Bereich entlang des Baches wird dem Fliessgewässer als Expansionsraum «zurückgegeben» und ermöglicht – neben der Entschleunigung des Abflusses in Extremwetterlagen – die Entstehung eines Feuchtgebiets: die Schlimbachaue. Der den Bogenweg begleitende Parkbereich dient diesem zwar als szenographischer «Durchgangsraum», wird aber durch die Entkoppelung von Fussweg und Veloroute zum eigenständigen Parkraum, zum Ort der Alltags-Entschleunigung und des Verweilens. Neben dem Berührungspunkt am Brückenschlag über den Bach, sind die beiden Parkbereiche über ein gemeinsames Vegetationsthema verbunden: der gemeinsame Baumhorizont der aus der Aue entlehnten Bäume der Weich- und Hartholzaue.
Eine Fortführung des Parks ab dem Brückenschlag in Richtung See fände in beiden Parkbereichen oder einer weiteren Verschmelzung der beiden potenzielle Anknüpfungspunkte ...
Schlimbachaue
Mit dem abschnittsweisen Abtragen des heutigen linksseitigen Uferdamms sowie einer flächigen topographischen Überformung des angrenzenden Areals entsteht eine feine Modellierung aus parallel zum Bach verlaufenden sanften Höhen und Senken. Sie ermöglichen eine graduelle Flutung durch den Bach mit zunehmendem Wassereintrag (Überlast) und damit die Entstehung unterschiedlich tiefer und beständiger Flach- und Stillgewässer – von der gegenströmigen Füllung der Weiherbecken / Totarme über deren korrespondierende Vernetzung untereinander, der Füllung von flachmuldigen Tümpeln bis hin zur Überflutung des Parkbereichs beim über die Ufer treten ab dem Auslauf an der Ringstrasse. Der Geländeabtrag dient (sofern geeignet) der Anhebung des Terrains entlang der Parkflanke zum Wohnareal korrespondierend zu den heutigen Schutzdammhöhen, sowie der topographischen Einbindung des Bogenwegs in den Park. Die Modellierung der Aue ermöglicht die Etablierung einer differenzierten, fein auf die Standortbedingungen abgestimmten Vegetation insbesondere der Krautschicht von nass über feucht, wechselfeucht zu trocken. Riedmatten, Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren bilden, im Zusammenspiel mit lichterem und dichterem Baumbestand, ein engmaschiges Standortmosaik, das einer Vielzahl von Arten der Flora und Fauna zum Refugium werden kann. Neben dem besonderen Augenmerk auf den örtlichen Edelflusskrebs sind es die Amphibien und wassergebundenen Insekten mit all ihren Folgearten, die die Schlimbachaue zu einem wichtigen ökologischen Trittstein zwischen den bachbegleitenden Wäldern des Pilatusosthangs und den Uferzonen am See werden lassen.
Den Parkbesuchenden ermöglicht ein Spazierweg und ein Entdeckerpfad das Eintauchen in die Auenlandschaft. Ist der Fussweg eine Fortsetzung des Parkwegsystems und gewährleistet die Anbindung der künftigen Wohnsiedlung, so ist der Entdeckerpfad Möglichkeit, dem Naturgeschehen ganz nah zu kommen und dabei ggf. auch mal nasse Füsse in Kauf zu nehmen. Am Abzweig des Entdeckerpfads ist beim Spazierweg ein Platz mit Bänken und Naturlehrtafeln vorgesehen, der Interessierten und Gruppen als Aufenthaltsbereich und Ausgangspunkt dient.
Bogenpark
Die topographische Einbindung sowie der um die Veloroute ondulierende (Fuss-)Parkweg führen zu einer unprätentiösen Einbettung des vorgegebenen, den Freiraum querenden Bogenwegs in die neue Parklandschaft. Während die Veloroute lediglich die unterschiedlichen Teilbereiche und «Szenen» des Parks quert, so werden diese von den Fusswegen und den an sie angelagerten Aufenthaltsbereichen bestimmt.
Beim nördlichen Parkzugang ab der Industriestrasse bildet ein kleiner Entrée-Platz mit Bank, Velostellplätzen und Trinkbrunnen den Parkauftakt, der Spazierwege und Veloroute voneinander trennt. Westlich zieht der befestigte Parkweg einen weiten Bogen entlang dem parkrandbestimmenden Gehölzsaum aus Grossbäumen der Aue sowie Unterpflanzungen aus kleineren Gehölzen, Waldwiesen und Staudenfluren. Östlich nimmt ein schmalerer chaussierter Fussweg als Saumweg seinen Anfang. Zusammen spannen die beiden Fusswege eine längs gerichtete Liegewiese auf, die als räumliche Lichtung vom umlaufenden Parksaum gefasst wird. Sitzbanknischen entlang dem Parkweg bilden die Parkloge, von der aus das Geschehen auf der Wiese geschaut werden kann. Dort bieten hölzerne Plattformen Sitzmöglichkeiten in der Wiese, welche zu vielfältigem Spielen, Liegen und Picknick einlädt.
An der Querung von Parkweg und Veloroute ist als Schwerpunkt für den Freizeitsport der Calisthenics-Zirkel verortet. Ein aufgeständertes sechseckiges Sprossen- und Stangen-Gestell bietet für alle Fitnessgrade «einfache» Herausforderungen. Im weiteren Wegverlauf hält ein Fitness-Band mit Bewegungsstationen niederschwellige Angebote auch für weniger Ambitionierte bereit.
Grabenhof-Treff
Park- und Saumweg vereinen sich am südseitigen Ende der Liegewiese und führen gemeinsam durch ein Wäldchen zum grossen Begegnungsort, dem Grabenhof-Treff. Der chaussierte Platz bietet einen einfachen sechseckigen Pavillon mit gedecktem Aufenthaltsbereich und WC-Station, einen Grillplatz, vielfältige Sitz- und Betätigungsmöglichkeiten (Boule, Tischtennis etc.) sowie einen grossen Kinderspielplatz mit Abenteuerpotenzial. Eine Wasserpumpe ermöglicht im Zusammenspiel mit Bagger und Schaufel die Erschaffung von Wasserlandschaften in Kies und Sand. Hügel und Schaukel bieten Spielsituationen und über allem thront ein gewaltiges Flusskrebskonstrukt, das beklettert und berutscht werden kann. Zum Schlimbach hin ermöglichen Sitzelemente und eine Lücke in der Uferbestockung ein Bachfenster mit Blick auf den Bach und die andere Uferseite.
Zwischen Spielplatz und dem angrenzenden höherliegenden Bogenweg, der hier zum Brückenschlag über den Bach ansetzt, wird der Niveauversatz über eine langgestreckte Sitzfelsenanlage aus wild zusammengewürfelten grossen Steinquadern überwunden. Als eine Mischung aus Sitzstufen und Kletteranlage, begrenzt sie den Spielplatz und bildet auf Höhe des Bogenwegs, wo er wieder mit dem Parkweg vereint ist, eine Sitzterrasse mit Blick über den Grabenhof-Treff. Eine Wegquerung über die Veloroute bietet ab hier den Zugang in die Schlimbachaue.
Ökologie - Vegetationskonzept und Biodiversität
Die Minimierung von Belagsflächen und die Maximierung von Vegetationsflächen lässt aus dem Grabenhof-Park einen Cool-Spot für die künftig angrenzenden Wohnquatiere werden. Im Zusammenspiel mit der Reduktion an versiegelten Belägen wird der Park zum Wasserspeicher, der Starkregenereignisse aufnehmen und rückhalten kann und verzögert über Verdunstung und «Atmung» des reichhaltigen einheimischen Baumbestands wieder abgibt (Wasser- und Nährstoffkreislauf). Der Wechsel von baumbeschatteten und besonnten Parkbereichen ermöglicht eine Vielfalt an Pflanzenstandorten und -gesellschaften mit entsprechenden Lebensräumen für die orts- und standortspezifische Tierwelt.
Lebensraum Aue
Die Schlimbachau ist Trittstein im Bachverlauf zwischen Bergquelle und See und vice-versa. Sie bietet der Fliessgewässer begleitenden und gerade auch Stillgewässer bevorzugenden Flora und Fauna ein wertvolles Habitat, das von verschieden Tiefen und daher unterschiedlich rasch trockenfallenden Flachwasserbereichen bzw. vom Wechsel zwischen nassen, feuchten, wechselfeuchten und trockenen Zonen bestimmt ist. Zusammen mit der unterschiedlich dichten Bestockung von Gehölzen und Bäumen der Weichholzaue (Weiden, Pappeln, Erlen) und im Randbereich übergehend zur Hartholzaue entsteht ein Mosaik an fein ausdifferenzierten Lebensräumen (Seggen, Schachtelhalm, Feuchtwiesen). Vom aquatischen Kleinstlebewesen bis zum Flusskrebs, über Insekten, Schnecken und Amphibien (Laichgewässer) ist dieser Lebensraum für die Biodiversität von hoher Bedeutung. Nachfolgende Arten wie Vögel und Reptilien ergänzen die Artenvielfalt.
Lebensraum Park
Mit seinem hohen Baumbestand an einheimischen Grossbäumen der Hartholzaue (Eschen, Ulmen, Stieleichen, Traubenkirsche etc.), dem Wechselspiel zwischen dichtem Baumbestand und Lichtungsrandbereichen mit niedrigen Sträuchern und entsprechend ausdifferenzierter Krautschicht (Hochstaudenfluren bis hin zu Waldgräsern und Farnen) bietet der Park trotz seiner vorgesehenen Freizeitnutzung vielen insbes. Insekten und Vögeln, aber auch Igeln und Bilchen einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum und vernetzt den Park mit den angrenzenden urbanen Freiraumstrukturen. Der Übergang zu den offenen Blumenwiesenflächen entlang der Liegewiese bietet den Insekten eine reiche Blütenvielfalt.
Beleuchtung, Licht(ung) und Schatten
Tag
Die grosse Anzahl gepflanzter Grossbäume führt zu einem hohen Beschattungsgrad weiter Parkbereiche. Die Hauptnutzungen sind lichtungsartig freigestellt, aber von einzelnen Grossbäumen als Schattenspender begleitet. Zu jeder Tageszeit finden sich beschattete Aufenthaltsbereiche entlang der Saumbegleitenden Wege. Neben dem geringen Versiegelungsgrad durch Belagsflächen trägt auch deren Drainfähigkeit und hoher Albedowert zu einer Reduktion der Hitzewirkung bei.
Nacht
Die Beleuchtung des Parks ist auf die Sicherheitsfunktion der Durchwegung reduziert. Sowohl die Veloroute als auch der befestigte Parkweg sind mittels Mastleuchten normgerecht ausgeleuchtet und werden durch Bewegungssensoren für die gerade begangenen/befahrenen Bereiche gesteuert und bei Nichtnutzung abgedimmt. Streulicht wird durch Abschirmung vermieden und die Lichtfarbe wird auf Insektenfreundlichkeit abgestimmt (warme Lichtfarbe).
Die bei Dunkelheit nicht für die Nutzung vorgesehenen Parkbereiche sowie die Schlimbachaue bleiben unbeleuchtet.
Nexus
Nexus verbindet und vernetzt. Das heute als Teil einer Familiengartenanlage genutzte Areal wird künftig als Grabenhof-Park neue Wohnsiedlungen und bestehende Wohnquartiere flankieren und zusammenbringen, Mittelpunkt von lokalen Nachbarschaften sein. Zudem ist der Park mit dem Schlimbach und dem entstehenden Bogenweg Abschnitt zweier übergeordneter fliessender Systeme, die sich hier kreuzen und überlagern: der Mobilitätslandschaft der Veloroute zwischen Mattenplatz und Horw sowie der – anthropogen überformten – Geomorphologie der Bachlandschaft im Sinne eines Ökosystems zwischen Quelle und See.
Durch den Zuschnitt des Parkareals mit seinen zwei orthogonal zueinander verlaufenden, einerseits den Bach und andererseits den Bogenweg begleitenden Abschnitten, erhalten diese eine klare inhaltliche Zuordnung. Der Bereich entlang des Baches wird dem Fliessgewässer als Expansionsraum «zurückgegeben» und ermöglicht – neben der Entschleunigung des Abflusses in Extremwetterlagen – die Entstehung eines Feuchtgebiets: die Schlimbachaue. Der den Bogenweg begleitende Parkbereich dient diesem zwar als szenographischer «Durchgangsraum», wird aber durch die Entkoppelung von Fussweg und Veloroute zum eigenständigen Parkraum, zum Ort der Alltags-Entschleunigung und des Verweilens. Neben dem Berührungspunkt am Brückenschlag über den Bach, sind die beiden Parkbereiche über ein gemeinsames Vegetationsthema verbunden: der gemeinsame Baumhorizont der aus der Aue entlehnten Bäume der Weich- und Hartholzaue.
Eine Fortführung des Parks ab dem Brückenschlag in Richtung See fände in beiden Parkbereichen oder einer weiteren Verschmelzung der beiden potenzielle Anknüpfungspunkte ...
Schlimbachaue
Mit dem abschnittsweisen Abtragen des heutigen linksseitigen Uferdamms sowie einer flächigen topographischen Überformung des angrenzenden Areals entsteht eine feine Modellierung aus parallel zum Bach verlaufenden sanften Höhen und Senken. Sie ermöglichen eine graduelle Flutung durch den Bach mit zunehmendem Wassereintrag (Überlast) und damit die Entstehung unterschiedlich tiefer und beständiger Flach- und Stillgewässer – von der gegenströmigen Füllung der Weiherbecken / Totarme über deren korrespondierende Vernetzung untereinander, der Füllung von flachmuldigen Tümpeln bis hin zur Überflutung des Parkbereichs beim über die Ufer treten ab dem Auslauf an der Ringstrasse. Der Geländeabtrag dient (sofern geeignet) der Anhebung des Terrains entlang der Parkflanke zum Wohnareal korrespondierend zu den heutigen Schutzdammhöhen, sowie der topographischen Einbindung des Bogenwegs in den Park. Die Modellierung der Aue ermöglicht die Etablierung einer differenzierten, fein auf die Standortbedingungen abgestimmten Vegetation insbesondere der Krautschicht von nass über feucht, wechselfeucht zu trocken. Riedmatten, Feuchtwiesen und Hochstaudenfluren bilden, im Zusammenspiel mit lichterem und dichterem Baumbestand, ein engmaschiges Standortmosaik, das einer Vielzahl von Arten der Flora und Fauna zum Refugium werden kann. Neben dem besonderen Augenmerk auf den örtlichen Edelflusskrebs sind es die Amphibien und wassergebundenen Insekten mit all ihren Folgearten, die die Schlimbachaue zu einem wichtigen ökologischen Trittstein zwischen den bachbegleitenden Wäldern des Pilatusosthangs und den Uferzonen am See werden lassen.
Den Parkbesuchenden ermöglicht ein Spazierweg und ein Entdeckerpfad das Eintauchen in die Auenlandschaft. Ist der Fussweg eine Fortsetzung des Parkwegsystems und gewährleistet die Anbindung der künftigen Wohnsiedlung, so ist der Entdeckerpfad Möglichkeit, dem Naturgeschehen ganz nah zu kommen und dabei ggf. auch mal nasse Füsse in Kauf zu nehmen. Am Abzweig des Entdeckerpfads ist beim Spazierweg ein Platz mit Bänken und Naturlehrtafeln vorgesehen, der Interessierten und Gruppen als Aufenthaltsbereich und Ausgangspunkt dient.
Bogenpark
Die topographische Einbindung sowie der um die Veloroute ondulierende (Fuss-)Parkweg führen zu einer unprätentiösen Einbettung des vorgegebenen, den Freiraum querenden Bogenwegs in die neue Parklandschaft. Während die Veloroute lediglich die unterschiedlichen Teilbereiche und «Szenen» des Parks quert, so werden diese von den Fusswegen und den an sie angelagerten Aufenthaltsbereichen bestimmt.
Beim nördlichen Parkzugang ab der Industriestrasse bildet ein kleiner Entrée-Platz mit Bank, Velostellplätzen und Trinkbrunnen den Parkauftakt, der Spazierwege und Veloroute voneinander trennt. Westlich zieht der befestigte Parkweg einen weiten Bogen entlang dem parkrandbestimmenden Gehölzsaum aus Grossbäumen der Aue sowie Unterpflanzungen aus kleineren Gehölzen, Waldwiesen und Staudenfluren. Östlich nimmt ein schmalerer chaussierter Fussweg als Saumweg seinen Anfang. Zusammen spannen die beiden Fusswege eine längs gerichtete Liegewiese auf, die als räumliche Lichtung vom umlaufenden Parksaum gefasst wird. Sitzbanknischen entlang dem Parkweg bilden die Parkloge, von der aus das Geschehen auf der Wiese geschaut werden kann. Dort bieten hölzerne Plattformen Sitzmöglichkeiten in der Wiese, welche zu vielfältigem Spielen, Liegen und Picknick einlädt.
An der Querung von Parkweg und Veloroute ist als Schwerpunkt für den Freizeitsport der Calisthenics-Zirkel verortet. Ein aufgeständertes sechseckiges Sprossen- und Stangen-Gestell bietet für alle Fitnessgrade «einfache» Herausforderungen. Im weiteren Wegverlauf hält ein Fitness-Band mit Bewegungsstationen niederschwellige Angebote auch für weniger Ambitionierte bereit.
Grabenhof-Treff
Park- und Saumweg vereinen sich am südseitigen Ende der Liegewiese und führen gemeinsam durch ein Wäldchen zum grossen Begegnungsort, dem Grabenhof-Treff. Der chaussierte Platz bietet einen einfachen sechseckigen Pavillon mit gedecktem Aufenthaltsbereich und WC-Station, einen Grillplatz, vielfältige Sitz- und Betätigungsmöglichkeiten (Boule, Tischtennis etc.) sowie einen grossen Kinderspielplatz mit Abenteuerpotenzial. Eine Wasserpumpe ermöglicht im Zusammenspiel mit Bagger und Schaufel die Erschaffung von Wasserlandschaften in Kies und Sand. Hügel und Schaukel bieten Spielsituationen und über allem thront ein gewaltiges Flusskrebskonstrukt, das beklettert und berutscht werden kann. Zum Schlimbach hin ermöglichen Sitzelemente und eine Lücke in der Uferbestockung ein Bachfenster mit Blick auf den Bach und die andere Uferseite.
Zwischen Spielplatz und dem angrenzenden höherliegenden Bogenweg, der hier zum Brückenschlag über den Bach ansetzt, wird der Niveauversatz über eine langgestreckte Sitzfelsenanlage aus wild zusammengewürfelten grossen Steinquadern überwunden. Als eine Mischung aus Sitzstufen und Kletteranlage, begrenzt sie den Spielplatz und bildet auf Höhe des Bogenwegs, wo er wieder mit dem Parkweg vereint ist, eine Sitzterrasse mit Blick über den Grabenhof-Treff. Eine Wegquerung über die Veloroute bietet ab hier den Zugang in die Schlimbachaue.
Ökologie - Vegetationskonzept und Biodiversität
Die Minimierung von Belagsflächen und die Maximierung von Vegetationsflächen lässt aus dem Grabenhof-Park einen Cool-Spot für die künftig angrenzenden Wohnquatiere werden. Im Zusammenspiel mit der Reduktion an versiegelten Belägen wird der Park zum Wasserspeicher, der Starkregenereignisse aufnehmen und rückhalten kann und verzögert über Verdunstung und «Atmung» des reichhaltigen einheimischen Baumbestands wieder abgibt (Wasser- und Nährstoffkreislauf). Der Wechsel von baumbeschatteten und besonnten Parkbereichen ermöglicht eine Vielfalt an Pflanzenstandorten und -gesellschaften mit entsprechenden Lebensräumen für die orts- und standortspezifische Tierwelt.
Lebensraum Aue
Die Schlimbachau ist Trittstein im Bachverlauf zwischen Bergquelle und See und vice-versa. Sie bietet der Fliessgewässer begleitenden und gerade auch Stillgewässer bevorzugenden Flora und Fauna ein wertvolles Habitat, das von verschieden Tiefen und daher unterschiedlich rasch trockenfallenden Flachwasserbereichen bzw. vom Wechsel zwischen nassen, feuchten, wechselfeuchten und trockenen Zonen bestimmt ist. Zusammen mit der unterschiedlich dichten Bestockung von Gehölzen und Bäumen der Weichholzaue (Weiden, Pappeln, Erlen) und im Randbereich übergehend zur Hartholzaue entsteht ein Mosaik an fein ausdifferenzierten Lebensräumen (Seggen, Schachtelhalm, Feuchtwiesen). Vom aquatischen Kleinstlebewesen bis zum Flusskrebs, über Insekten, Schnecken und Amphibien (Laichgewässer) ist dieser Lebensraum für die Biodiversität von hoher Bedeutung. Nachfolgende Arten wie Vögel und Reptilien ergänzen die Artenvielfalt.
Lebensraum Park
Mit seinem hohen Baumbestand an einheimischen Grossbäumen der Hartholzaue (Eschen, Ulmen, Stieleichen, Traubenkirsche etc.), dem Wechselspiel zwischen dichtem Baumbestand und Lichtungsrandbereichen mit niedrigen Sträuchern und entsprechend ausdifferenzierter Krautschicht (Hochstaudenfluren bis hin zu Waldgräsern und Farnen) bietet der Park trotz seiner vorgesehenen Freizeitnutzung vielen insbes. Insekten und Vögeln, aber auch Igeln und Bilchen einen wichtigen Lebens- und Rückzugsraum und vernetzt den Park mit den angrenzenden urbanen Freiraumstrukturen. Der Übergang zu den offenen Blumenwiesenflächen entlang der Liegewiese bietet den Insekten eine reiche Blütenvielfalt.
Beleuchtung, Licht(ung) und Schatten
Tag
Die grosse Anzahl gepflanzter Grossbäume führt zu einem hohen Beschattungsgrad weiter Parkbereiche. Die Hauptnutzungen sind lichtungsartig freigestellt, aber von einzelnen Grossbäumen als Schattenspender begleitet. Zu jeder Tageszeit finden sich beschattete Aufenthaltsbereiche entlang der Saumbegleitenden Wege. Neben dem geringen Versiegelungsgrad durch Belagsflächen trägt auch deren Drainfähigkeit und hoher Albedowert zu einer Reduktion der Hitzewirkung bei.
Nacht
Die Beleuchtung des Parks ist auf die Sicherheitsfunktion der Durchwegung reduziert. Sowohl die Veloroute als auch der befestigte Parkweg sind mittels Mastleuchten normgerecht ausgeleuchtet und werden durch Bewegungssensoren für die gerade begangenen/befahrenen Bereiche gesteuert und bei Nichtnutzung abgedimmt. Streulicht wird durch Abschirmung vermieden und die Lichtfarbe wird auf Insektenfreundlichkeit abgestimmt (warme Lichtfarbe).
Die bei Dunkelheit nicht für die Nutzung vorgesehenen Parkbereiche sowie die Schlimbachaue bleiben unbeleuchtet.