Reusspark
Luzern

37

Ausloberin

Stadt Luzern

Projektdaten

offener einstufiger Projektwettbewerb 2025

Fläche

6'700 qm

Wasserbauingenieurbüro

Emch+Berger WSB AG, Emmenbrücke

Natur und Ökologie, Büro

Emch+Berger AG Bern 

Visualisierung

Indievisual, Zürich

Projektstatus

Wettbewerb

Der Rückbau der bestehenden Wohnbauten entlang der Strasse Reussinsel ermöglicht die Entwicklung eines Uferparks, welcher die neu organisierte Dammstrassenführung zwischen südlichem Brückenkopf der St. Karli-Brücke und Bahndammunterquerung überspannt und mit dem neu gestalteten Dammgärtli zu einem Quartierpark verschmilzt. Zwischen muralem Bahndammbauwerk und Fluss bildet der Reusspark einen Freiraumabschnitt entlang der Reuss mit eigenständigem Charakter, fügt sich gleichzeitig in die Kontinuität der linksseitigen Uferpromenade ein und schliesst die heute bestehenden Uferweglücke. Der Reusspark ist Abschluss des aus der Stadt flussabwärts führenden mauerbewehrten Ufers und Übergang zum von grüner Böschung bestimmten Reussufer. Dieser Wechsel wird im neuen Park von einem spezifischen Uferabschnitt vollzogen.

 

Seitenschritt

Die Kontinuität des Reussufers erfährt unterhalb der St. Karli-Brücke durch einen Rücksprung der Uferfassung eine Störung, die der tiefer liegenden Reuss einen Uferraum auf Flussniveau verschafft und den Park in zwei Ebenen gliedert. Zum Fluss erhält der Park auf ganzer Länge eine Fassung aus einem breiten Sandsteinband. Beim Rücksprung des Ufers macht das steinerne Band einen Seitenschritt und wird zur Sonnenbank, welche die Uferpromenade auf Stadtniveau zum tiefer liegenden Flachufer auf Flussniveau begrenzt. 

Auf Stadtebene reihen sich unterschiedliche Nutzungsbereiche entlang der Promenade und bieten den Quartierbewohnern urbane Aufenthalts-, Spiel- und Aktivitätsmöglichkeiten. 

 

Natur-Erlebnis

Auf der Flussebene entsteht ein naturnaher Lebensraum für Ufervegetation und -fauna. Kiesbänke bilden ein aus dem Fluss aufsteigendes Flachufer, das höher liegende Flächen mit spontaner Ufervegetation entstehen lässt sowie flache und mit Senken versehen wechselfeuchte und dichtbewachsene Naturbereiche ausbildet. Je nach Flusspegel können die Kiesbänke begangen und genutzt werden.

Sitzstufenanlagen spannen sich zwischen dem Versatz der Sandsteinfassung auf und ermöglichen den Übergang von der Stadt- zur Flussebene. Ein Holzsteg in Längsrichtung lässt ein «Eintauchen» in die Wechselfeuchte Zone zu. Natur und Erlebnis sind die Motivation, die Stadtebene zu verlassen. 

 

Panorama-Treppe und Reuss-Terrasse

Die breite Sitzstufenanlage im Westen ist als Panorama-Treppe ausgebildet. Von ihr aus und von der oberhalb anschliessenden Reuss-Terrasse bietet sich ein weiter Blick die Flussbiegung der Reuss hinunter.

Die Reuss-Terrasse ist chaussierter Platz unter einem Baumdach. Ein Pavillonbau hält die Infrastruktur für eine Buvette bereit und übernimmt strassenseitig die Funktion des Buswarteunterstands. Als sich gegenseitig ergänzendes Pendant liegt auf der Dammgärtliseite der baugleiche Pavillon mit Wartebereich für den Bus und parkseitig ausladendem Dach mit integrierter öffentlicher WC-Anlage. Zusammen bilden die beiden Pavillons eine adressbildende, die Strasse überspannende und die Parkteile verbindende Spange.

 

Quartierplatz Dammgärtli

Das Dammgärtli mit der mächtigen bestehenden Eiche wird zu einem grossen, von üppigen Staudenflächen gesäumten Quartierplatz, welcher vor allem Möglichkeitsraum für die Bewohnerschaft des Basel-Bernstrassenquartiers ist. Eine Grundausstattung mit Bänken, Tischen, sowie einer Komposition aus Workout-Geräten bieten im Alltag Anlaufstellen für Familien, Gruppen und Sportlern – und lassen Raum für eine Vielzahl an Quartiersaneignungen (Festplatz, Theater und Konzerte, Freiluftkino und Flohmärt etc.).

 

Ufer-Spielplatz

Wie der Dammgärtli-Quartierplatz im Osten, so ist auch der Ufer-Spielplatz am Westende des Parks ein eher introvertierter Freiraum – Staudenpflanzungen schirmen ihn von der Strasse ab, dichte Ufergehölze separieren ihn visuell vom Fluss. Jedoch sind es hier die Kinder, die auf das Spielangebot fokussieren. Es ist ein Entscheid der Nachhaltigkeit, der Angemessenheit und auch der Anerkennung, den unter Mitwirkung der Bewohner erstellten Spielplatz an Ort und Stelle zu belassen und lediglich um wenige Elemente anzureichern.

 

Park-Promenade

Als verbindendes Parkelement verläuft die Promenade entlang dem Natur-Erlebnisufer zurückversetzt entlang der Reussinsel-Strasse und bildet mit der angehobenen Sandstein-Sonnenbank einen eigenständigen Parkabschnitt. Durch artenreiche Staudenpflanzung und begleitender Baumreihe von der Strasse separiert, bietet die breite Promenade mit Sitzbänken Ruhe. Die breite Sandsteinbank lädt zum Sitzen, Liegen und Sonnenbaden ein. 

Der Geländeversatz zum Flachuferbereich wird entlang der Sonnenbank von einer Mischbauweise aus Böschungsschüttung und Plattenschichtung abgefangen. Dazu werden die aus dem Rückbau der Ufermauer gewonnenen Betonplatten direkt vor Ort wiederverwendet. Es entsteht eine wilde, robust-stabile Kunststeinplattenschichtung, in deren kiesigen Lagerfugen und Zwischenräumen Spontan- und Pioniervegetation sich ansiedeln kann. Absätze ermöglichen hier und da das Beklettern, Nischen bilden Rückzugsorte für die Tierwelt.

 

Der Rückbau der bestehenden Wohnbauten entlang der Strasse Reussinsel ermöglicht die Entwicklung eines Uferparks, welcher die neu organisierte Dammstrassenführung zwischen südlichem Brückenkopf der St. Karli-Brücke und Bahndammunterquerung überspannt und mit dem neu gestalteten Dammgärtli zu einem Quartierpark verschmilzt. Zwischen muralem Bahndammbauwerk und Fluss bildet der Reusspark einen Freiraumabschnitt entlang der Reuss mit eigenständigem Charakter, fügt sich gleichzeitig in die Kontinuität der linksseitigen Uferpromenade ein und schliesst die heute bestehenden Uferweglücke. Der Reusspark ist Abschluss des aus der Stadt flussabwärts führenden mauerbewehrten Ufers und Übergang zum von grüner Böschung bestimmten Reussufer. Dieser Wechsel wird im neuen Park von einem spezifischen Uferabschnitt vollzogen.

 

Seitenschritt

Die Kontinuität des Reussufers erfährt unterhalb der St. Karli-Brücke durch einen Rücksprung der Uferfassung eine Störung, die der tiefer liegenden Reuss einen Uferraum auf Flussniveau verschafft und den Park in zwei Ebenen gliedert. Zum Fluss erhält der Park auf ganzer Länge eine Fassung aus einem breiten Sandsteinband. Beim Rücksprung des Ufers macht das steinerne Band einen Seitenschritt und wird zur Sonnenbank, welche die Uferpromenade auf Stadtniveau zum tiefer liegenden Flachufer auf Flussniveau begrenzt. 

Auf Stadtebene reihen sich unterschiedliche Nutzungsbereiche entlang der Promenade und bieten den Quartierbewohnern urbane Aufenthalts-, Spiel- und Aktivitätsmöglichkeiten. 

 

Natur-Erlebnis

Auf der Flussebene entsteht ein naturnaher Lebensraum für Ufervegetation und -fauna. Kiesbänke bilden ein aus dem Fluss aufsteigendes Flachufer, das höher liegende Flächen mit spontaner Ufervegetation entstehen lässt sowie flache und mit Senken versehen wechselfeuchte und dichtbewachsene Naturbereiche ausbildet. Je nach Flusspegel können die Kiesbänke begangen und genutzt werden.

Sitzstufenanlagen spannen sich zwischen dem Versatz der Sandsteinfassung auf und ermöglichen den Übergang von der Stadt- zur Flussebene. Ein Holzsteg in Längsrichtung lässt ein «Eintauchen» in die Wechselfeuchte Zone zu. Natur und Erlebnis sind die Motivation, die Stadtebene zu verlassen. 

 

Panorama-Treppe und Reuss-Terrasse

Die breite Sitzstufenanlage im Westen ist als Panorama-Treppe ausgebildet. Von ihr aus und von der oberhalb anschliessenden Reuss-Terrasse bietet sich ein weiter Blick die Flussbiegung der Reuss hinunter.

Die Reuss-Terrasse ist chaussierter Platz unter einem Baumdach. Ein Pavillonbau hält die Infrastruktur für eine Buvette bereit und übernimmt strassenseitig die Funktion des Buswarteunterstands. Als sich gegenseitig ergänzendes Pendant liegt auf der Dammgärtliseite der baugleiche Pavillon mit Wartebereich für den Bus und parkseitig ausladendem Dach mit integrierter öffentlicher WC-Anlage. Zusammen bilden die beiden Pavillons eine adressbildende, die Strasse überspannende und die Parkteile verbindende Spange.

 

Quartierplatz Dammgärtli

Das Dammgärtli mit der mächtigen bestehenden Eiche wird zu einem grossen, von üppigen Staudenflächen gesäumten Quartierplatz, welcher vor allem Möglichkeitsraum für die Bewohnerschaft des Basel-Bernstrassenquartiers ist. Eine Grundausstattung mit Bänken, Tischen, sowie einer Komposition aus Workout-Geräten bieten im Alltag Anlaufstellen für Familien, Gruppen und Sportlern – und lassen Raum für eine Vielzahl an Quartiersaneignungen (Festplatz, Theater und Konzerte, Freiluftkino und Flohmärt etc.).

 

Ufer-Spielplatz

Wie der Dammgärtli-Quartierplatz im Osten, so ist auch der Ufer-Spielplatz am Westende des Parks ein eher introvertierter Freiraum – Staudenpflanzungen schirmen ihn von der Strasse ab, dichte Ufergehölze separieren ihn visuell vom Fluss. Jedoch sind es hier die Kinder, die auf das Spielangebot fokussieren. Es ist ein Entscheid der Nachhaltigkeit, der Angemessenheit und auch der Anerkennung, den unter Mitwirkung der Bewohner erstellten Spielplatz an Ort und Stelle zu belassen und lediglich um wenige Elemente anzureichern.

 

Park-Promenade

Als verbindendes Parkelement verläuft die Promenade entlang dem Natur-Erlebnisufer zurückversetzt entlang der Reussinsel-Strasse und bildet mit der angehobenen Sandstein-Sonnenbank einen eigenständigen Parkabschnitt. Durch artenreiche Staudenpflanzung und begleitender Baumreihe von der Strasse separiert, bietet die breite Promenade mit Sitzbänken Ruhe. Die breite Sandsteinbank lädt zum Sitzen, Liegen und Sonnenbaden ein. 

Der Geländeversatz zum Flachuferbereich wird entlang der Sonnenbank von einer Mischbauweise aus Böschungsschüttung und Plattenschichtung abgefangen. Dazu werden die aus dem Rückbau der Ufermauer gewonnenen Betonplatten direkt vor Ort wiederverwendet. Es entsteht eine wilde, robust-stabile Kunststeinplattenschichtung, in deren kiesigen Lagerfugen und Zwischenräumen Spontan- und Pioniervegetation sich ansiedeln kann. Absätze ermöglichen hier und da das Beklettern, Nischen bilden Rückzugsorte für die Tierwelt.